Viele Postbank-Kunden stehen aktuell vor einer unangenehmen Überraschung: Obwohl das Abheben von Bargeld an bestimmten Geldautomaten bisher kostenlos war, tauchen nun plötzlich Gebühren auf. Die Verwirrung wächst, denn auf den Automaten selbst und in den Kundeninformationen gibt es widersprüchliche Hinweise. Wie ist der aktuelle Stand und was sagt ein Bankexperte zur drohenden Kostenerhöhung bei den Geldautomaten?
Seit mehreren Jahren betreibt die Postbank kaum noch eigene Geldautomaten und hat stattdessen mit dem Betreiber Cardpoint kooperiert. Diese Zusammenarbeit ermöglichte es Postbank-Kunden, an den Cardpoint-Terminals kostenfrei Bargeld abzuheben – eine Erleichterung, die viele als echten Vorteil wertschätzten.
Warnsignale bei den Postbank-Geldautomaten: Gebühren trotz Hinweis auf Kostenfreiheit
Das Vertrauen der Kunden wird zunehmend auf die Probe gestellt, denn viele berichten, dass bei der Bargeldabhebung plötzlich eine Gebühr von 4,99 Euro berechnet wird – obwohl am Automaten das Postbank-Logo mit dem Hinweis auf kostenlose Abhebung prangt.
Dieses uneinheitliche Bild auf den Displays sorgt für Unsicherheit. In einigen Fällen wird die Gebühr erst nach der Eingabe des Abhebebetrags eingeblendet – zu einem Zeitpunkt, in dem viele Kunden bereits in Gedanken das Bargeld zählen. Dieses Verhalten widerspricht den transparenten Anforderungen an Bankdienstleistungen und ist aus Sicht von Verbraucherschützern problematisch.
Die Rolle von Cardpoint und die veränderte Bankpolitik
Ursprünglich wurden die Automaten von Cardpoint in enger Kooperation mit der Postbank betrieben. Doch laut Berichten und Aussagen von Verbrauchern hat sich daran einiges geändert. Einige Geldautomaten gehören nicht mehr zum Netzwerk, das eine kostenlose Abhebung für Postbank-Kunden garantiert.
Während die Postbank auf ihrer Website weiterhin auf eine kostenlose Bargeldversorgung an «ausgewählten Automaten von Cardpoint» verweist, entfernen sich in der Praxis die Bedingungen vom bisherigen Service. Das bedeutet für Sie als Kunde: Nicht alle Automaten, die noch mit Postbank-Aufklebern versehen sind, gewähren automatisch die kostenfreie Nutzung.
Dies zeigt deutlich die aktuelle Bankpolitik der Postbank, die das bisherige Angebot Schritt für Schritt einschränkt und so unbewusst oder absichtlich zu einer Kostenerhöhung für ihre Kunden beiträgt.
Was ein Finanzexperte zum Thema Gebühren bei Geldautomaten der Postbank sagt
Ein erfahrener Bankexperte kommentiert diese Entwicklung kritisch: „Wer als Kunde bislang die kostenlose Bargeldauszahlung an Cardpoint-Automaten genoss, sollte sich auf Änderungen einstellen. Die Postbank passt ihr Angebot an das veränderte Geschäftsmodell an und führt versteckte Gebühren schrittweise ein.“
Die Situation spiegelt eine generelle Tendenz im Bankensektor wider, bei der immer mehr Kosten – öffentlich kaum bemerkt – auf die Kunden abgewälzt werden. Die bekannte Gratismentalität bei Bankdienstleistungen weicht zunehmend einem Ansatz, der auf Effizienzsteigerung und Einnahmesteigerung ausgerichtet ist.
Die wichtigsten Fakten zur neuen Gebührenstruktur
- Die Postbank besitzt fast keine eigenen Geldautomaten mehr.
- Viele Automaten werden von Cardpoint betrieben und waren bislang für Postbank-Kunden gebührenfrei.
- Seit 2024 gibt es vermehrt Berichte über Gebühren von 4,99 Euro je Abhebung an diesen Automaten.
- Einige Automaten sind nicht mehr Teil der Kooperation und verlangen ohne klare Vorwarnung Gebühren.
- Die Bank weist in den Kundeninformationen kaum transparent auf die neuen Kosten hin.
- Kunden sollten den Display-Hinweis vor der Abhebung aufmerksam prüfen und gegebenenfalls auf einen anderen Automaten ausweichen.
Wie Sie als Postbank-Kunde die Kostenfalle am Geldautomaten vermeiden können
Um dieser Gebührenspirale zu entkommen, gibt es praktische Tipps, die Sie sofort umsetzen können:
- Nutzen Sie bevorzugt Geldautomaten, die eindeutig als gebührenfrei gekennzeichnet sind. Solche Automaten finden Sie auf der offiziellen Website der Postbank, obwohl dort die Liste teils noch unvollständig ist.
- Überprüfen Sie vor der Abhebung, ob auf dem Display ausdrücklich Gebührenfreiheit angegeben wird.
- Erwägen Sie, Ihnen nahegelegene Bankfilialen zu nutzen, wo noch gebührfreie Abhebungen möglich sind.
- Nutzen Sie wenn möglich Online-Banking und bargeldlose Bezahlmöglichkeiten, um den Bedarf an Bargeldabhebungen zu reduzieren.
- Fordern Sie von der Postbank eine klare Kundeninformation zu den aktuellen Bedingungen heraus.
Diese proaktive Herangehensweise bewahrt Sie vor unliebsamen Überraschungen und stellt sicher, dass Sie Ihre Finanzen im Griff behalten.
Expertentipp: Eine wenig bekannte Lösung, wie Sie Bankgebühren kreativ umgehen
Der Bankexperte rät dazu, eine Kombination aus Geldautomaten-Apps und digitalen Bankingtools zu nutzen. Es gibt inzwischen Apps, die in Echtzeit anzeigen, welche Automaten in Ihrer Umgebung keine Gebühren verlangen. Diese clevere Technologie ermöglicht es Ihnen, Geldabhebungen gezielt ohne Zusatzkosten vorzunehmen – ein echter Geheimtipp für alle, die Bankgebühren minimieren möchten.
Durch den Einsatz dieser digitalen Helfer bleiben Ihre Geldentnahmen transparent und kostenkontrolliert. So schützen Sie sich vor unerwarteten Belastungen und können die steigenden Gebühren der Banken geschickt umschiffen.
Bon à savoir : Achten Sie darauf, bei jeder Geldabhebung ganz genau auf die Bildschirmhinweise zu achten. Die Vorschriften zur Gebührenanzeige sind verbindlich – falls ein Hinweis fehlt, kann eine Rückforderung der Gebühr möglich sein. Bewahren Sie Belege und Kontoauszüge gut auf, um bei Problemen schnell reagieren zu können.




